Helmut Vorschütz Musikdirektor FdB

1972 begann Helmut Vorschütz seine musikalische Laufbahn als Dirigent. Sein am Bischöflichen Seminar für Kirchenmusik in Essen begonnenes Studium setzte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Düsseldorf fort, mit dem Abschluss "sehr gut".

Bis 1980 war er als Kirchenmusiker und Chorleiter tätig.

1981 wirkte er als Klavierlehrer und Chorerzieher an der Städtischen Musikschule in Gelsenkirchen. Im gleichen Jahr wurde er zum Musikdirektor FdB (Fachverband deutscher Berufschorleiter) ernannt.

1987 Fachbereichsleiter Gesang an der Musikschule Gelsenkirchen.
1989 Examen zum Musikschul-Leiter.
Von 1996 bis 2015 Kreis-Chorleiter im Kreis-Chorverband Worms.
Seit 1998 Mitglied im Musikausschuss des Chorverbandes Rheinland-Pfalz.
Seit 1998 Dozent für Kinderchöre und Stimmbildung.
Seit 2006 Regionalchorleiter der Region 5 im Chorverband Rheinland-Pfalz

Helmut Vorschütz errang mit 11 Chören in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz den begehrten Titel "Meisterchor". Zu seinen weiteren Verdiensten gehören zwei Landessiege im Wettbewerb "Jugend singt" in Nordrhein-Westfalen sowie der 1. Preis für den von ihm gegründeten "Gelsenkirchener Kinderchor" beim "Internationalen Kinder- u. Jugendchor-Festival" in Neerpelt (Belgien).

Helmut Vorschütz trat mehrfach mit bekannten Künstlern im Fernsehen auf, beispielsweise mit Deborah Sasson, Gunther Emmerling, Günter Wewel, Ivan Rebroff und Karl Ridderbusch. Helmut Vorschütz lebt in Heppenheim an der Bergstraße.

Von 1992 bis 2015 leitete er den Männerchor der "Liedertafel" und errang 3 mal den Titel "Meisterchor des Chorverbandes Rheinland-Pfalz" sowie 2 mal den Titel "Volksliederleistungschor des CV RLP". Bei einer Vielzahl von Wettstreiten und Konzerten verstand er es immer wieder das volle Leistungsspektrum des Chors abzurufen.


2005 übernahm er zusätzlich den damaligen Jugendchor und gestaltete daraus nach 2007 die Junge Chorformation JazzAffair, die sich seit 2010 Konzertchor des Chorverbandes Rheinland-Pfalz nennen darf. Stetiger Zuwachs und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Ensembles tragen die Handschrift von Helmut Vorschütz.

Interview Chorleiter

Interview mit unserem Chorleiter Helmut Vorschütz

1.Singen macht glücklich! Stimmt das aus deiner Erfahrung?

Ich weiß aus der Vielzahl Sänger und Sängerinnen, dass es total entspannt und dass leidenschaftliche Chormitglieder nie missmutig sind. Der Musiktherapeut Wolfgang Bossinger belegt in seinem Buch „Die heilende Kraft des Singens", dass Singen ein Antidepressivum ist, das Selbstwertgefühl stärkt und soziale und kreative Kompetenzen fördert. Singen stärkt auch das Immunsystem.

2. Wie bist du zur Musik gekommen?

Ja, das war kurios. Ich war damals im 4 Schuljahr. In meinem Heimatort Essen machte der Leiter einer „Musiksonderklasse" Werbung für 1 Nachmittag Musikunterricht (Mittwoch), er sei dann hausaufgabenfrei. „Hausaufgabenfrei", ja – das war prima, also ging ich dort hin. Blockflötenunterricht, Rhythmik, Chor, alles haben wir gemacht, später auch Klavierunterricht. Allerdings hatte mich zeitlebens immer fasziniert, wie man in der Kirche mit den Füßen Orgel spielen konnte, also fing ich mit 14 Jahren an, Orgel zu spielen. Dann lernte ich etwas Vernünftiges, nämlich Bankkaufmann. Nebenher hatte ich immer noch Orgelunterricht und spielte ganz viel in der Kirche. Mein Lehrer meinte, ich solle Musik studieren – und ich tat es.

3. Wie kamst du zur Liedertafel?

Ach, das ist alles schon so lange her! Mich rief der Vorsitzende eines Männerchores aus Worms-Pfiffligheim an, er suche einen Chorleiter. Wir vereinbarten eine Vorstellungsprobe. Es war gutes Material, ich war der Meinung, der Chor sei ausbaufähig, habe ein gutes Stimmenmaterial. Na, mittlerweile sind es mehr als 15 erfolgreiche Jahre.

4. Wie würdest du den Stil des Männerchors der Liedertafel und von JazzAffair beschreiben?

Beide haben ein weit gefächertes Repertoire. Es ist ja so: In einem Konzert sollte sich jeder Zuhörer mindestens einmal mit einem Stück wiederfinden. Die Zuhörerschaft ist sehr oft 10 Jahre bis 85 und älter.

5. Was macht dir an deiner Chorleitertätigkeit den meisten Spaß?

Der Umgang mit den unterschiedlichen Sängerinnen und Sänger, von 6 – fast 80 Jahren. Darüber hinaus die Tatsache, dass man Laien – wenn sie den wollen – zu Höchstleistungen bringen kann. Ich habe schon viele Projekte mit über 300 Sängerinnen auf einmal gemacht: Krönungsmesse, Charpentier Te Deum, Carmina burana, Maske in Blau usw.

Was mir auch viel Spaß macht, sind Workshops an Wochenenden. Viele Kolleginnen und Kollegen sind sehr dankbar, wenn man mal zeigt, wie man Proben anders gestalten könnte und welche neue Chorliteratur auf dem Markt ist.

6. Wie würdest du dir "deinen" Chor aussuchen in dem du selbst singen möchtest?

Vielseitiges Repertoire müsste er haben und ich müsste mich wohlfühlen. Leider sind in vielen Chören zu viele notorische Nörgeler, die würden mich glatt verjagen. Sozialen Frieden muss man lernen. Singen hat nämlich ganz viel mit Solidarität und mit Emotionen zu tun.

7. Was müsste sich ändern, damit mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefallen am Chorgesang finden?

In Punkt 6 sprach ich schon über die Harmonie in den Chören. Ich denke, es ist oftmals sehr personenbezogen. Vorstand und Chorleiter müssen eine Einheit bilden und sich klar sein, was sie wollen. Leider leben viele Chöre noch in der Vergangenheit, als sie noch 100 Mann waren. Die Masse macht es nicht, sondern vielmehr die Vielseitigkeit im Repertoire. Ich fing im Jahr 2000 mit einem Projektchor an. Ihm gehören mittlerweile über 105 Chorsänger an, nach jedem Konzert kamen wieder neue Sängerinnen und Sänger dazu – auch Männer!!!

Kinder und Jugendliche ist ein beliebtes Thema. Leider ist dies eine spezielle Sparte der Ausbildung von Chorleitern, die an den Hochschulen nicht vorkommt. Der Chorverband Rheinland Pfalz widmet sich seit Jahren der Aufgabe, Chorleiter/innen zusätzlich fort zu bilden. – Aber, dass Kinder und Jugendliche nicht singen wollen, stimmt nicht. Ich leite einen Kinder- u. Jugendchor mit über 160 Teilnehmern.

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