Chronik des Gesangsvereins GV „Liedertafel“ 1868 Pfiffligheim e.V.


Eine Liedertafel ist ursprünglich eine Tafelrunde nach dem ideellen Vorbild von König Arthurs Tafelrunde. Eine Runde von gleichgesinnten Freunden, die verschieden in Beruf und Stellung, einig waren in idealer Gesinnung, besonders in begeisterter Liebe zum Gesang.

Die Liedertafel in Berlin war die älteste Ihrer Art, welche aus diesem Idealgedanken entstanden war. Am 24. Januar 1809 durch den „Direktor der Singakademie zu Berlin“ Carl Friedrich Zelter gegründet, wurde sie auch die „Zeltersche Liedertafel“ genannt und war der erste reine Männerchor Deutschlands. Nach ihrem Vorbild gründeten sich unzählige Liedertafeln in ganz Deutschland.

Im Jahre 1868 fanden sich im Lokal von Peter Getrost mehrere sangesfreudige junge Männer zusammen und gründeten neben dem bereits bestehenden Gesangverein „Frohsinn“ einen Gesangverein unter dem Namen „Gesangverein Männerchor Pfiffligheim“. Im Mitgliederverzeichnis erscheinen 25 aktive und 18 passive Mitglieder, welche als Beitragsleistung zur Vereinskasse ein Eintrittsgeld von 30 Kreuzern und allmonatlich einen Beitrag von 12 Kreuzern zu leisten hatten.

Die chorische Leitung des jungen Vereins wurde dem Lehrer J. Herrmann aus Worms übertragen und demselben für jede abgehaltene Singstunde 1 Gulden gezahlt.

Im Jahre 1870 finden wir schon den jungen Verein unter dem Namen „Gesangverein Liedertafel Pfiffligheim“ auf den Gesangsfesten in Leiselheim, Hofheim und Bürstadt. Während der Kriegsjahre 1870/71 erleiden Vereinsleben und Proben eine Unterbrechung, um im Jahre 1871 wieder aufzublühen. Wir sehen den Verein wieder bei den Gesangsfesten in Leiselheim und Herrnsheim. Im Jahre 1876 erwachte im Verein das Verlangen, eine Fahne zu beschaffen, als äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit. Dieses Verlangen ging auch, dank der Spendenfreudigkeit der Mitglieder, in Erfüllung und im Jahre 1877 konnte die Weihe der ersten Fahne festlich begangen werden.

Viele eigene Gesangsfeste, Weihnachtsveranstaltungen und Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung sorgten in gebührender Weise für Vergnügen und Zerstreuung.

Im Jahre 1897 fand sich in dem noch jungen Sänger Valentin Uhrig der richtige Mann, der in der Generalversammlung zum Präsidenten gewählt wurde. Unter seiner 21jährigen Tätigkeit sehen wir ein Aufblühen der Vereinstätigkeit nach innen und nach außen hin. Nach dem Beitritt des Vereins in den Wonnegau-Sängerbund und seiner Beteiligung an den Gausängerfesten konnten gesanglich schöne Erfolge erzielt werden. Die Liedertafel beteiligte sich von nun an alljährlich an einem Gesangswettstreit und dank der vorzüglichen Leitung des Vereins unter seinem damaligen und langjährigen Dirigenten Guido Maurer konnte er manches Ruhmesblatt an seine Fahne heften.

Unter eigenen Festlichkeiten seien erwähnt das 25jährige Jubiläum im Jahre 1893, das 40jährige Jubiläum im Jahre 1908 und das glänzend verlaufene Fest der 2. Fahnenweihe am 14. Juni 1914. Jedoch mitten in die fördernde Arbeit des Vereins, brach der erste Weltkrieg aus Die gesangliche Tätigkeit wurde fast lahmgelegt, da fast alle Mitglieder zu den Waffen gerufen wurden.

Nach dieser großen Ruhepause wurden im Jahre 1919 die regelmäßigen Gesangsstunden wieder aufgenommen. Und bald zeigte sich , dank der Werbetätigkeit der Sänger, ein starker Zuwachs an aktiven, sowie passiven Mitgliedern. So war durch diese Werbearbeit die Stärke des Chores auf 60 Sänger angewachsen. Im Jahre 1923 veranstaltete der Verein sein erstes Konzert unter Mitwirkung auswärtiger Solisten. Es wurde ein voller Erfolg und alljährlich wurden nun diese Konzerte abgehalten. Mit Beginn des Jahres 1924 legte Valentin Uhrig sein 21 Jahre in aufopfernder Arbeit und Treue geführtes Amt als 1. Vorsitzender nieder und wurde zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. Als sein Nachfolger wurde sein 2. Vorsitzender Johann Priester gewählt. Ein schwerer Unfall und seine Folgen machten es dem langjährigen Dirigenten Guido Maurer unmöglich seine erfolgreiche Tätigkeit fortzusetzen. Für seine großen Verdienste wurde er im Jahre 1925 zum Ehrendirigenten ernannt. Als sein Nachfolger übernahm Heinrich Thomasberger das Amt des Chorleiters. Unter seiner Stabsführung vergrößerte sich zusehends der Chor und die chorischen Leistungen fanden viel Beachtung. 80 Aktive zählte man nunmehr. Im Jahre 1927 beteiligte man sich am Wettstreit in Höchst im Odenwald. Großartig wurde im Jahre 1928 der 60. Geburtstag des Vereins unter starker Beteiligung der Bevölkerung von Pfiffligheim gefeiert. 37 Gastvereine beteiligten sich am Wettstreit und am Freundschaftssingen. Dieses Fest ging als Markstein in die Geschichte der Liedertafel ein. Die folgenden Jahre waren sehr erfolgreich. Man besuchte Wettstreite und Feste von Brudervereinen, das familiäre und gesellschaftliche Vereinsleben kam voll zur Geltung. Die Teilnahme an einem Wettstreit in Bodenheim brachte einen vollen Erfolg; in der 2.Klasse wurde der 1. Klassenpreis, der Ehrenpreis sowie der Dirigentenpreis errungen.

Weit über 90 Aktive zählte nun der Chor. Wenn auch wirtschaftlich der Alltag manche Sorgen brachte, das Heer der Arbeitslosen größer wurde, fanden die Aktiven im Dienste am Lied doch ihren Ausgleich.

Das Schicksalsjahr 1933 brachte manche Belastung im Vereinsleben mit sich. Wie viele Vereine, musste auch die Liedertafel um den Erhalt ihrer Eigenständigkeit kämpfen. Es wurde immer schwerer, Proben abzuhalten, da mancher Sänger es vorzog, Dienst in anderen Organisationen zu leisten. Trotz dieser Widrigkeiten nahmen 1937 30 Aktive am Fest des Deutschen Sängerbundes in Breslau teil. Die Fahrt war verbunden mit einer 10-Tage-Reise durch Deutschland.

Daß immer noch Konzerte und familiäre Veranstaltungen abgehalten wurden, zeugt von großer innerer Kraft und Liebe zum Gesang.

Von 1939 bis 1945 wurde die Gesangstätigkeit unterbrochen. Viele Sangesbrüder kehrten nicht mehr vom Kriege zurück.

Nach Beendigung des Krieges konnte der Singstundenbetrieb nicht sofort wieder aufgenommen werden. Unter größten Schwierigkeiten durfte im Jahre 1948 , mit Genehmigung der Besatzungsbehörden, der Verein seine Arbeit wieder aufnehmen. Der Vorsitz lag in den Händen von Wilhelm Kissel. Noch im gleichen Jahr wurde mit einem Konzert der 80.Geburtstag begangen. Es kam wieder Leben in die Reihen der Aktiven, das gesellschaftliche und chorische Schaffen wurde planvoll aufgebaut. 1950 wurde das erste Deutsche Sängerbundfest nach dem Kriege in Mainz mit dem ganzen Chor besucht.

Im Jahre 1951 übernahm Karl Aumann die Führung des Vereins, gleichzeitig wurden beide Vorgänger, Johann Priester, der 18 Jahre den Vorsitz innehatte und Wilhelm Kissel, der sich um die Wiedergründung verdient machte, zu Ehrenvorstandsmitgliedern ernannt.

Intensive Chorarbeit und pflichtbewusstes Wirken legten den Grundstein für weiterhin erfolgreiches Schaffen. In der Folgezeit konnten durch eine sehr rege Werbung dem Chor eine stattliche Anzahl jugendlicher Sänger zugeführt werden. Konzerte, Bunte Abende und gesellige Veranstaltungen wurden nun alljährlich mit großem Erfolg durchgeführt. Besonders erfolgreich verliefen die Fassnachtsveranstaltungen, und der Berichterstatter der Wormser Zeitung schrieb im Jahre 1953: „ Die Liedertafel von 1868 ist ja nicht irgendein Verein in dieser übermütigen Zeit, sondern hat längst ihren Platz unter den Besten in Worms belegt“:

Im Jahre 1954 wurde die Gründung einer Konzertgemeinschaft zwischen den 4 Vorortgesangsvereinen: MGV.1922 Worms-Hochheim, MGV 1893 Worms-Herrnsheim, Sängerquartett 1887 Worms-Neuhausen und dem GV „Liedertafel“ 1868 Worms-Pfiffligheim beschlossen. Bis heute wurden zahlreiche Gemeinschaftskonzerte durchgeführt. Diese hatten stets hohe Besucherzahlen und boten beste chorische Leistungen unter Hinzuziehung namhafter Solisten. In der Fachwelt fanden sie volle Anerkennung und brachten stets eine positive Werbung für das deutsche Liedschaffen.

32 Mitgliedern war es vergönnt das Fest des Deutschen Sängerbundes 1956 in Stuttgart zu besuchen. Die Reise war verbunden mit einer zwölftägigen Fahrt durch Süddeutschland, Tirol und das Salzkammergut. Völkerverbindende Kontakte mit Vereinen des Österreichischen Sängerbundes und besonders mit der Stadtkapelle Seekirchen/Salzburg sowie dem GV Liedertafel Seekirchen wurden hierbei hergestellt. Im Jahre 1957 erlebten die Pfiffligheimer den Gegenbesuch der Musikkapelle Seekirchen in Worms.

Bei dem Bundessängerfest des Sängerbundes Rheinland-Pfalz in Mainz im Jahre 1958 konnte die neu gebildete Chorgemeinschaft ein erfolgreiches Chorkonzert im Kurfürstlichen Schloß zu Mainz geben.

Bei Gesangsfesten und Jubiläen seiner Brudervereine war der Verein stets bereit, diese mit seinen chorischen Darbietungen zu verschönern. Ebenso wurden die alljährlich stattfindenden Kreisliedertage mit Erfolg besucht. Durch jahrelange Spartätigkeit im Verein war es möglich, im Jahre 1962 das D.S.B.-Fest in Essen zu besuchen. 33 aktive Sänger verbanden dieses Fest mit einer achttätigen Fahrt durch die Benelux-Länder, Helgoland, Bremen und Hamburg. Man hatte für diese Fahrt die Summe von 12000 DM zusammengespart. Eine tiefe Freundschaft konnte die Liedertafel dabei mit dem MGV. „Echo“ Bremen –Burg knüpfen. Im gleichen Jahre wurde mit dem gesamten Vereinschor die Verbindung mit der Musikkapelle Seekirchen-Salzburg, die ihr 100jähriges Bestehen feierte, durch die Teilnahme an den dortigen Festlichkeiten gefestigt. Das Jahr 1964 verzeichnet einen Besuch des GV. Liedertafel Seekirchen sowie des MGV. „Echo“ Bremen-Burg in Worms-Pfiffligheim. 1966 begab man sich mit 85 Teilnehmern zu den Sangesbrüdern nach Bremen anlässlich des 75jährigen Jubiläums vom MGV. „Echo“ Bremen-Burg.

Im Jahr 1968 konnte die Große 100-Jahr-Feier der „Liedertafel“ begangen werden. Mit Fest-Kommers, großem bunten Abend, Gesangswettstreit und Freundschaftssingen wurde die dreitägige Feier ein voller Erfolg. Teilnehmer waren neben den Partnervereinen aus Bremen und Salzburg auch der Wormser Kinderchor (mit dem heutigen 1.Vorsitzenden Reinhold Reinhardt), sowie prominenten Künstlern wie Roberto Blanco, Margit Sponheimer und der Rondelly-Truppe. Zu diesem Anlass bekam der Verein auch die Zelterplakette und das Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Im Jahr 1970 hörte Hans Paterok nach zwei Jahren als Chorleiter der Liedertafel auf und die 14-jährige Dirigententätigkeit von Hans –Philipp Schwöbel begann. 1972 wurde dem 1. Vorsitzenden Karl Aumann die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

1973 begab man sich auf große Sängerfahrt. Stationen waren Linz, Wien, Budapest und Prag. Höhepunkt der Reise war ein Konzert in Wien. 1975 konnte der Titel „Meisterchor der Sängerbundes Rheinland-Pfalz“ in der Turnhalle von Sobernheim zum ersten mal errungen werden. Der schwierige Weg begann 1973 in Westhofen mit der ersten Stufe, dem Kreisleistungssingen, wurde 1974 mit der zweiten Stufe, dem Regionalleistungssingen in Abenheim fortgesetzt und fand mit dem erfolgreichen Auftreten bei der dritten Stufe, dem Bundesleistungssingen, in Sobernheim seinen krönenden Abschluß. Gerade bei dieser letzten Stufe galt es, besonders schwierige musikalische Aufgaben zu meistern. Es musste ein aufgegebenes Chorwerk, ein selbstgewählter Chor und ein selbstgewähltes Volkslied gesungen werden, wobei bei jedem Vortrag das Prädikat „sehr gut“ zu erbringen war. Nachdem die Pfiffligheimer Sänger diesen Prüfungsteil mit der Idealwertung „hervorragend“ absolvierten, wurden sie zum zweiten Teil der Prüfung, dem Stundenchorlied, zugelassen. Hierbei galt es, eine dem Chor und selbstverständlich auch dem Dirigenten unbekannte Komposition innerhalb einer Stunde unter Aufsicht vierstimmig zu erlernen und diese unmittelbar danach den Wertungsrichtern vorzutragen. Auch diese abschließende schwere Prüfung vor den Wertungsrichtern wurde von dem Chor mit Erfolg bestanden. Es sollte bei weitem nicht das letzte mal gewesen sein, dass die Pfiffligheimer Sänger den begehrten Titel „Meisterchor“ errangen. 1978 präsentierte sich die „Liedertafel“ mit einer hervorragenden Vorstellung bei den Europäischen Chortagen in Bremen. Dabei übertrug der NDR einen Vortrag der „Liedertafel“. Zum einhundertzehnjährigen Bestehen des Vereins veranstaltete man im Oktober 78 im Wormser Festhaus ein Konzert zusammen mit zwei anderen Meisterchören: Dem MGV „Concordia“ Bechtheim und dem MGV 1922 Worms-Hochheim. Beteiligt war auch die „US Army Band Europe“ aus Heidelberg.

1979 konnte in Mainz-Lerchenberg zum zweiten mal der Titel „Meisterchor“ errungen werden. 1983 veranstaltete der Verein in der Aula der Fachhochschule in Worms ein Gemeinschaftskonzert. Zu diesem Anlaß wurde Chorleiter Hans-Phillip Schwöbel für verdienstvolle 25jährige Chorleitertätigkeit geehrt. 1984 legte Schwöbel aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit nieder und wurde Ehrendirigent der „Liedertafel“. 1987 legte Karl Aumann sein Vorsitzendenamt in jüngere Hände und wurde Ehrenvorsitzender.

1988 feierte man den 120. Geburtstag des Vereins und verband dieses mit einem geistlichen Konzert im Dom zu Worms. 1990 übernahm Reinhold Reinhardt das Amt des 1. Vorsitzenden von Walter Klein. Er hat dieses Amt bis heute inne. Im selben Jahr starb der Ehrenvorsitzende Karl Aumann im Alter von 80 Jahren. In den vielen Jahren seines erfolgreichen Wirkens konnte er beachtenswerte Erfolge verzeichnen, so das Knüpfen von Freundschaftsbanden zu Gesangsvereinen der Nachbarländer, der langjährigen Verbundenheit mit dem MGV „Echo“Burg/Bremen und den überaus erfolgreichen Teilnahme an den „Europäischen Chortagen“ in Bremen. Enorm war aber auch sein Engagement im sozialen Bereich; hier konnte sich die „Liedertafel“ häufig bei Wohltätigkeitskonzerten als Mitgestalter zur Verfügung stellen.

Im Herbst des selben Jahres veranstaltete man ein Herbstkonzert in der Turnhalle in Pfiffligheim.

Im Jahre 1991 fuhr man zum 100jährigen Jubiläum des MGV „Echo“ Burg/Bremen. Am 9.1. 1992 fand die erste Probe des neuen Chorleiters, Musikdirektor FDB Helmut Vorschütz statt. 1992 traf man sich mit den Bremer Freunden in Arnsberg anlässlich der 30jährigen Freundschaft. Im selben Jahr fanden in der Pfiffligheimer Kirche zwei Vorweihnachtliche Konzerte statt. Dies war der Beginn der im zweijährigen Rhythmus durchgeführten sehr erfolgreichen Konzerte.

1995 errang der Männerchor in Klüsserath zum dritten mal den Meisterchortitel. Im gleichen Jahr gründete die Liedertafel mit Heidrun Harbich den Jugendchor der Liedertafel. Frau Harbich gelang es zu Beginn etwa 20 junge Sängerinnen und Sänger zu gewinnen. Ein großer Teil dieser Truppe bestand aus ehemaligen Mitgliedern des Schulchores der Westend-Realschule, den sie ebenfalls damals leitete. Erste Auftritte machten Mut und lockten immer wieder neue Mitglieder. Viele Jahre war der Jugendchor der Liedertafel der einzige echte(!) Jugendchor in Worms. Allerdings hatte der Chor von Anfang an auch unter starken Fluktuationen zu leiden, was eine kontinuierliche Arbeit erschwerte. Erste Höhepunkte waren die Teilnahmen bei der „Choreley“, einem gewaltigen Freilicht-Konzert mit hunderten Sängerinnen und Sängern in dem Amphietheater auf dem Loreley-Felsen vor 8000 Zuhörern und an den Europäischen Chortagen in Bremen (an denen auch der Männerchor teilnahm) im Jahre 1999.

Unvergessen für alle die es erlebt haben, ist bis heute das nach dem öffentlichen Auftritt stattfindende spontane Musizieren mit dem exzellenten tschechischen Pop-Chor Colibet. Seit 1998 beteiligt sich der Jugendchor auch an den regelmäßig stattfindenden Vorweihnachtlichen Konzerten. 1999 errang der Männerchor seinen 4. Meisterchortitel in Nickenich.

Im Jahr 2000 übertrug Heidrun Harbich die Leitung des Jugendchores an ihren Mann Roland Harbich.

2002 wurde der erste Vorsitzende Reinhold Reinhardt beim Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters der Stadt Worms mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms ausgezeichnet. Am 04. Mai feierte die Liedertafel mit Helmut Vorschütz sein 30jähriges Chorleiterjubiläum und seine 10jährige erfolgreiche Arbeit in Pfiffligheim mit einem großen Chorkonzert in der Aula der Fachhochschule. Mit dabei waren die New Voices aus Heppenheim und Musiker der Musikschule Heppenheim.

Ebenfalls 2002 fand ein Regionalkonzert mit vier Meisterchören in der Heilig Kreuz Kirche in Horchheim statt. Es war ein Konzert, das geistliche Musik aus 5 Jahrhunderten zelebrierte.

2003 übernahm Helmut Vorschütz auch die Leitung des Jugendchores und führte ihn nach einer längeren Schwächeperiode wieder zu neuen Höhen. Die ersten Chorfreizeiten fanden alljährlich in den Jahren 2003-2006 statt und förderten das freundschaftliche Miteinander unter den Jugendlichen enorm.

Ende 2006 löste sich der Jugendchor vorerst auf. Die Gründe waren: dauerhaft anhaltende Fluktuationen und fehlende Erfolge bei beherzt durchgeführten Werbeaktionen. Hinzu kam, dass der kleine harte Kern des Jugendchores sich nunmehr schwerlich als „Jugend“ bezeichnen konnte.. Also gründete man einen neuen Chor, für junge Erwachsene dem man bald den Namen „Jazz Affair“ gab. Auch das Repertoire änderte sich. Hatte man sich vorher Pop und Gospel auf die Fahnen geschrieben, so soll „Jazz Affair“ primär Swing und Jazz zum Vortrag bringen. Erste Erfolge kann der neue Chor bereits verzeichnen. Tosenden Applaus gab es sowohl bei einem Auftritt in der Pfeddersheimer Kirche als auch bei der am 06.Oktober 2007 erstmals stattfindenden musikalischen Weinprobe. Doch oberstes Ziel bliebt, sowohl für Vorstand als auch für Chorleiter: Die Neugründung eines Jugendchores. Damit den Jugendlichen in Worms die Möglichkeit geboten wird untereinander mit Spaß und Disziplin zu musizieren, soziale Kontakte zu knüpfen, sich als Individuum in der Gemeinschaft zu erleben, Selbstbewusstsein zu entwickeln und die Zukunft der Liedertafel zu sichern.

Anlässlich des Neujahrsempfanges des Ortsvorstehers Theodor Cronewitz wurden 2005 unserem Vizedirigenten Helmut Pfisterer und 2008 unserem Chorleiter Helmut Vorschütz der Ortskulturpreis verliehen.

Im März 2008 erhielt unser Vorsitzender die Verdienstnadel des Chorverbandes Rheinland-Pfalz beim Bundessängertag in Trier verliehen.

Anlässlich des Volksliederleistungssingen des Chorverbandes Rheinland-Pfalz in Bad Neuenahr-Ahrweiler errang unser Männerchor nicht nur den Titel, sondern auch noch die Rudolf-Desch-Plakette in Gold, für eine besondere Leistung.

JazzAffair erhielt 2010 nach einer überzeugenden Leistung beim Kreisliedertag in Offstein den Titel: "Konzertchor des Chorverbandes Rheinland-Pfalz" verliehen. Beide Chöre waren dann noch in einem Gospelkonzert zugunsten der Renovierung der evangelischen Kirche und einem Weihnachtskonzert zu hören.

Das Jahr 2011 nutzte JazzAffair zum ersten eigenen Konzert unter dem Motto "Nur hören war gestern". Durch wohl einstudierte Choreographien wurde der Chorklang mit optischen Reizen angereichert. Die Zuhörer in der vollbesetzten Turnhalle des TV Pfiffligheim waren begeistert. Noch mehr Bewegung brachte die Gründung einer "Zumba-Gruppe" die unter der Anleitung von Tanja Hauzeneder 1-2 mal im Monat trainiert.

Neue Wege gingen die beiden Liedertafelchöre 2012. Im Theatersaal des "Wormser" präsentierten unsere Sängerinnen und Sänger zusammen mit der "Kleinen Harmonie Oppenheim" und dem Symphonieorchester der Jugendmusikschule Worms Melodien aus Filmen und Fernsehsendungen. Mit einem Bouleturnier für Ortsvereine betrat der Verein Neuland und förderte mit der gelungenen Veranstaltung das Zusammengehörigkeitsgefühl der Pfiffligheimer. Das Jahr wurde mit einem bis auf den letzten Winkel ausverkauften Weihnachtskonzert in der Pfiffligheimer Kirche beschlossen. Als Solisten waren Sarah Müller, Thomas Lochbrunner und Luckas Vorschütz engagiert.  

Das Jahr 2013 begann mit dem Neujahrsempfang des Ortsvorstehers Theodor Cronewitz, der dem Vorsitzenden der Liedertafel Reinhold Reinhardt den Ortskulturpreis verlieh.