Um kurz nach 10.00 Uhr eröffnete der Pfiffligheimer Ortsvorsteher, Ernst-Dieter Neidig, das Fest und das 1. Akkordeon-Orchester aus Worms-Pfeddersheim sorgte mit Potpourris bekannter Melodien von Frank Sinatra und den Comedian Harmonists für den musikalischen Auftakt. Sehr gelungen waren danach die Auftritte der Männerchöre der GV Harmonie 1845 Westhofen und der GV Concordia 1883 Worms-Abenheim, die mit einem sehr modernen Schlager-Repertoire zeigten, dass Männerchorliteratur ganz und gar nicht altbacken sein muss. Passend für ein Familienfest begeisterten die Abenheimer Sänger mit einer generationsübergreifenden Liedauswahl, wie ihr Chorleiter Klaus Boxheimer feststellte. Auch in kleiner Besetzung konnte im Anschluss der Shantychor „Die Seebären“ des MGV Liederkranz 1845 Wiesoppenheim überzeugen und sorgte mit einer Auswahl an bekannten Seemannsliedern für eine tolle Stimmung bei den Gästen, die fleißig mitsangen und schunkelten.

 

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Die zweite Hälfte des Musikprogramms stand im Zeichen moderner Pop-Chöre. So brachten die „Happy Voices“ des GV 1845 Worms Pfeddersheim fetzige Gospels wie „Down by the Riverside“ und Popsongs wie z. B. das „Lollypop“ auf die Bühne und heimsten damit viel Applaus ein. Ebenfalls von Gospel geprägt waren die Darbietungen von „Sing und Swing“ des MGV 1862 „Sängerbund“ Rheindürkheim. Die Rheindürkheimer Sängerinnen und Sänger überzeugten unter ihrem Chorleiter Thorsten Mühlberger nicht nur klanglich, sondern auch optisch durch ihr sommerliches Bühnenoutfit.  Mit den Liedern „Lass die Sonne in dein Herz“ (Wind), „So soll es bleiben“ (Ich & Ich) und „Lass sie reden“ (Die Ärzte) bewies die „POPconCordia“ des GV Concordia 1877 Bechtheim, dass moderne Chorliteratur auch nicht zwingend englischsprachig sein muss.  Stark auch der Auftritt der „Alsheimer Töne“ des MGV Eintracht 1847 Alsheim. Die leidenschaftliche Interpretation der Darbietungen - unter anderem das „Großer Gott wir loben dich“ in einem Arrangement ihres Chorleiters Thorsten Mühlberger – sorgte ebenfalls für viel Beifall. Den musikalischen Abschluss bildete der Auftritt von „JAZZConVoice“, dem LandesJazzChor im Chorverband Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Michael Sauerwald.  Der Chor zeigte eindrucksvoll sein Leistungspotential bei Stücken wie „A Nightingale sang in Berkeley Square“ oder „Right here waiting“ (beide Arrangiert von Kirby Shaw), die er perfekt auf die Bühne brachte.

 

Von einer besonderen Gemeinschaft und dem „Geist der Verbundenheit“ die man mit dem Wort „Tafel“ assoziiert und den man bei diesem Event spüren wolle, sprach JazzAffair-Sänger Heiko Heck zu Beginn seiner Moderation und fühlte sich nach dem Fest bestätigt. Locker und immer mit einem kessen Spruch auf den Lippen führte er durch das Programm. So übergab er das obligatorische „Dankeschön“ in Form eines Weinpräsentes einmal dem größten Weinliebhaber eines Chores. ein anderes Mal der Sängerin mit dem hübschesten Lächeln. Überdies sah man auch sonst überall junge Menschen mit schwarzen „JazzAffair“-Polo-Shirts hinter den Verkaufsständen agieren. Die Aktiven des frisch gebackenen Meisterchores sorgten mit großem Engagement und einer perfekten Organisation für einen reibungslosen Verlauf einer tollen Veranstaltung, die bei den Gästen und Gastchören gleichermaßen in nachhaltig positiver Erinnerung bleibt.

Die „Liedertafel“ 1868 Worms-Pfiffligheim sagt herzlich DANKESCHÖN an alle Gäste und Gastchöre ! Schön, dass ihr mit uns gefeiert und diesen Tag unvergesslich gemacht habt.

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